Ursprünge und Geschichte der Corridas
Die Corrida ist wohl der umstrittenste aber auch bekannteste von den spanischen Volksbräuchen. .
Seit der Antike und um das gesamte Mittelmeer herum drängen das Wesen und die Faszination des Stiers, die Männer dazu sich mit dem Tier zu messen.
Dieses Spektakel könnte ohne die Tapferkeit des Stiers und den Mut der Matadore nicht bestehen.
Der Kampf stellt den Mensch gegen wilde Stiere, die man nur in Spanien findet, gegenüber.
Die Stiere stammen vom Auerochsen herab, und sind in einem großen Teil Europas und der Welt verbreitet.
Viele Zivilisationen haben den Stier als ein mythisches Tier angesehen.
Bei den Ägyptern wurden Stiere den Pharaonen gewidmet, der fähig war, der Tapferkeit des Tieres zu trotzen,und ihn anzuschauen, ohne die Augen zu schließen.
Der Kult des Stiers wurde auf der Insel von Kreta unterhalten, wo die Stieropfer zur Ehre der göttlichen Gerechtigkeit gegeben wurden.
Die Minotauren halb Mann, halb Stier, mythische Wächter des Labyrinthes, zeigt die Rolle des Tieres in den antiken Zivilisationen.
Der Ursprung der öffentlichen Aufführungen geht sicherlich zurück auf die keltischen Tempel der iberischen Halbinsel, noch vor den römischen Amphitheatern.
Das Opfertier wurde unter den griechischen und römischen Einflüssen Schauspielgegenstand.
Auf der Iberischen Halbinsel war der Stierkampf zu Pferd den Adligen vorbehalten.
Die berittene Tauromachie, "Suerte von Cañas", kennt ihren Höhepunkt im 15. Jahrhundert, und ist der Vorläufer des heutigen "Rejoneo".
Zwei hundert Jahre später paßt sich das Volk, auch ohne Pferd, dem Spiel an.
Francisco Romero ist eine der Vorschaufiguren.
Der Mensch spielt nur eine Nebenrolle, der Hauptdarsteller ist der Stier, der für seine Tapferkeit ausgewählt wurde.
Das Tier wird das edle Element des Schauspieles.
Drei hundert Jahre später wird das Spektakel zur Kunst.
Die moderne Corrida ist entstanden.
Nach vierzig Jahrhunderten wird die Tierwelt zum Künstler und der Matador zum Torero.
Die bekanntesten und tapfersten Stiere kommen von der Zucht von Miura "Toros de Miura", dessen Rasse 1842 durch Spende Eduardo Miura entsteht, deren herrausragendes Merkmal die respektvolle Präsenz ist.
Sich einem Toros de Miura zu stellen heißt die Rasse des legendären schwarzen Stieres zu bekämpfen, die Liste von den unter ihren Hörnern gefallener Toreros ist lang.
Die Morphologie des Toros de Miura, mit einem extrem soliden Skelett, erlaubt es ihm leicht, Gewichte von mehr als 600 Kg, das heißt 100 kg mehr als ein normaler Stier zu tragen.
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