Die Spanier
2004 erreicht Spanien eine Bevölkerung von 40,3 Millionen Einwohnern, und ist diesbezüglich das fünfte Land Europas. Das Wachstum ist sehr langsam seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.
In der Nachkriegszeit hat sich Spanien den Wachstumsmodellen der anderen industriellen Länder angepasst. Wenn man dies Wachstumsrate mittelfristig in die Zukunft projiziert, wird die Bevölkerung langsam auf 46 Millionen steigen und danach, in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts sinken.
Einer der Hauptfaktoren dieser Entwicklung ist die niedrige Geburtenrate. Von 1965 bis 1985 sank die Geburtenrate von 21 pro tausend auf 13 pro tausend, ca. 38% weniger un nur 20 Jahren. Die wirtschaftlichen Gründe sind die Rezession, Arbeitslosigkeit, Wohnungsprobleme und der Einzug der Wegwerfgesellschaft. Die Sterberate hingegen sank in der gleichen Zeit von 8 auf sieben pro tausend.
Regionale Unterschiede
Spanien ist eher ein kleiner Kontinent als ein Land, Klima, Geographie und Geschicte sind mehr das Ergebnis von den Ereignissen in den Regionen als von dem Staat.
Spanien kennt einige identifizierbare Regionen, jede mit eigenen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Eigenheiten. In vielen Fällen fühlt sich ein Spanier mehr seiner Stadt oder Region zugehörig, und erst danach dem abstraktem Konzept des Staates.
Spanien ist in 17 autonome Regionen aufgeteilt, welche 50 Provinzen umfassen. Die autonomen Regionen von Katalonien, dem Baskenland und Madrid erwirtschaften die Hälfte des Bruttosozialproudktes Spaniens. Phillip der 2., König von Spanien im 16. Jahrhundert, machte Madrid, Hauptstadt von Kastilien, zur Hauptstadt des Landes. Die Stadt, von einer demographischen Wüste umgeben wurde lange Zeit von vielen Spaniern als eine "künstliche" Hauptstadt angesehen, hat sich aber in den 80er Jahren als das politische Zentrum des Landes etabliert.
Rund um die Halbinsel befinden sich die Völker die mit den Kastilianern konkurriert haben: Portugiesen im Westen (Die einzige Gruppe die es 1640 schaffte einen eigenen Staat zu gründen); Galizier im Nordwesten; Astuirer entlang der nördlichen Küste; und, an der französischen Grenze die Basken; entlang der Pyrenäen das Volk von Navarra und Aragon; im Nordosten die Katalener, im Osten die Valenzier; und im Süden die Andaluser.
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