Spanische Architektur
Die spanische Architektur ist eine der bedeutendsten Künste des Landes durch seine Qualität, Vielfalt und Kapazität zur Integration.
Der entschlossen moderne, dynamische spanische Lebensstil hat sehr starke traditionelle Wurzeln.
Die ältesten Überreste der Architektur in Spanien gehen auf die Kultur der Magelithen, ungefähr 3000 vor J.C. zurück, aber dies ist nicht jene, welche die Mehrheit der Touristen hier bewundern werden!
Die römischen Werke sind besser bewahrt: das große Aquädukt von Segovia und das Amphitheater von Mérida zum Beispiel.
Von der maurischen Zivilisation konnte Spanien zwei Meisterwerke bewahren: die große Moschee von Cordoue und jene von Alhambra (vollständig erhalten).
Die Gebäude dieses Zeitalters sind in Spanien ungleich den anderen Überresten des ehemaligen arabischen Imperiums.
Sie unterscheiden sich durch die benutzten Bautechniken.
Die Mozarabes-Architektur, nach den Christen benannt, die in muselmanischem Territorium gelebt haben, ist eine Mischung von Gotik und Califale (aus Nordafrika stammende Technik).
Nach der Wiedereroberung des Landes durch die Christen haben die Architekten ein anderes Konzept entwickelt, das ihre traditionelle Architektur mit den romanischem und gotischem Stilen kombiniert, um das Mudéjar-Modell zu schaffen.
Entlang des "Camino von Santiago" bestehen zahlreiche gotische und romane Werke.
Das im 12. Jahrhundert eingeführte, gotische Modell, erreicht seinem Höhepunkt in Spanien im 13. Jahrhundert mit der Konstruktion der Kathedralen von Burgos, von Toledo und von Léon.
Danach entwickelt sich das sogenannte "Plataresque"-Modell, von "plata", Geld, reich in Verzierungen, und mit der italienischen Renaissance desselben Zeitalters vergleichbar ist.
Das bedeutendste Monument ist sicherlich die Universität von Salamanca.
Der barocke Stil erscheint als Spanien den Höhepunkt an Macht und Ruhm erreicht.
Er teilt sich in zwei paradoxerweise entgegengesetzten Varianten auf:
Juan Herrera mit einem sehr strengen Stil (Kloster El Escorial in der Nähe von Madrid)) und Churriguera ausgiebigt beschmückt.
In Galizien findet man eine andere Variante des barocken Modells, Baroco Compostelano von Santiago de Compostela.
Schließlich wird die spanische Renaissance durch einen modernen architektonischen Stil geprägt, hauptsächlich in Barcelona (dessen Stil als futuristisch bezeichnet werden kann), und Sevilla (Weltausstellung).
Der bekannteste Vertreter ist Antoni Gaudi in Barcelona, mit Werken wie seine große Kathedrale "Sagrada Familia".
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